Südharzer Gipskarst

Die Südharzer Gipskarstlandschaft erstreckt als schmales Band und einzigartiger Lebensraum über die Bundesländer Niedersachsen, Thüringen und Sachsen - Anhalt. Das Besondere am Südharzer Karst ist, dass er aus Gipsgestein und nicht wie im süddeutschen Raum aus Kalk oder Dolomit besteht.

 

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Verkarstung ist ein Auflösungsprozess, bei der als verkarstungsfähiges Gestein im Südharz, Gips mit Zechsteinablagerungen direkt an der Oberfläche liegen und der korrosiven Kraft des Wassers ausgesetzt sind. Aufgrund der verschiedenen geologischen Verwerfungen, Störungszonen und Rissen geht dieser Prozess nicht gleichmäßig vonstatten. Auf diese Weise kann das Wasser immer tiefer eindringen und lässt in langen Zeiträumen aus kleinen Rissen und Spalten große Klüfte und Hohlräume entstehen. Dabei wird der Untergrund regelrecht durchlöchert. Auf diese Weise entstehen Höhlen und Schlotten sowie an der Oberfläche Erdfälle, Dolinen, Bachschwinden und Karstquellen. Flüsse verschwinden in Gesteinsklüften und treten an anderer Stelle wieder als Karstquelle hervor. Ganze Seen können trocken fallen, etwa beim periodischen See.