Die Harzer Sagen

Der Harz gehört zu den schönsten Mittelgebirgen Deutschlands. Voller Geheimnisse sind seine Wälder und Höhen, seine Täler und Wiesen. Viele Geschichten haben die Menschen um den Harz gesponnen, und noch mehr Geschichten wurden vor vielen Jahren an langen Winterabenden in den Näh- und Spinnstuben erzählt.

Sie leben noch immer. Manche alte Großmutter erzählt sie in den Harzdörfern ihren Enkeln, und die Kleinen lauschen mit angehaltenem Atem.

Freilich lebten in diesen Geschichten Menschen einer früheren Welt, aber auch in diesen Menschen war die Sehnsucht wach nach einem besseren Leben. Und wenn die Tage ihnen noch so schwer erschienen, sie gaben diese Hoffnung nie auf, und ihre guten Herzen schufen die bessere Welt – und sei es nur in den Geschichten, denen einmal, dass wussten sie alle, die Wirklichkeit folgen würde – freilich nicht von selber.

Der Tanzteich

Tanzteich

Bei Niedersachswerfen, an dem Woffleber Weg, liegt dicht am Fuße des Mühlberges ein Teich, der Tanzteich genannt; an dessen Stelle hat ehemals eine Schenke gestanden.

Einst waren hier an einem Sonntagnachmittage Gäste versammelt und ließen sich bei Bier, Musik und Tanz wohl sein. Da zog ein Gewitter gegen den Mühlberg und hielt über der Schenke.

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Vom Kloster Walkenried

Kloster Walkenried

Es war eine junge Gräfin von Lohre, Alheidis , Herrn Ludwigs von Lohre Tochter, die war eine grimme Männerfeindin. Sie ließ ihre Freier dreimal um die Burgmauer reiten, das brachte gar manchen den Tod. Es fand sich aber doch einer, der das Abenteuer bestand, das war Herr Volkmar, Graf von Klettenberg. Und als sie nun diesen geheiratet hatte, da bereute sie ihre Frevel und Sünden und ward eins mit ihm, ein Kloster zu gründen.

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Die Sage vom Gänseschnabel

Gaenseschnabel A

Vor vielen, vielen Jahren stand in Ilfeld im Harz ein Kloster, in dem Mönche lebten und arbeiteten. Sie mussten genau nach den Kirchenregeln handeln. Es war ihnen bei strenger Strafe verboten, dass Kloster zu verlassen. Sie durften auch nicht heiraten.

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Wie das Kloster Ilfeld entstand

Nadeloehr A

Auf dem Bielsteine im Behrtale lebte einst Graf Elger von Raub, Mord und Plünderung. Die Lage seiner Burg am Eingang ins Gebirge war seinem bösen Tun günstig, auf allen Berghöhen umher hatte er seine Späher aufgestellt und wer aus der Ebene von Nordhausen her in den Harz wollte, musste unrettbar in seine erbarmungslosen Fänge geraten. So zog auch einst Graf Konrad von Beichlingen, der ein Sohn des weltberühmten und beliebten Grafen Otto von Northeim war, mit nur wenigen reisigen Mannen durch die schmale Harzpforte, um nach der Väter Erbe zu gelangen.

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