Die vier Hufeisen

Graf Ernst von Klettenberg ritt einst an einem Sonntagmorgen zu einem großen Gelage nach Ellrich. Viel waren der geladenen Ritter, die hier um einen Ehrenpreis – tranken; der ausgesetzte Preis war eine goldene Kette.

Viele Stunden tranken die Ritter, bis einer nach dem anderen unter der Last der ungeheuren Humpen erlag. Nur Ernst von Klettenberg stand noch und nahm siegstolz die goldene Kette und hängte sie sich um den Hals.

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Der Römerstein

Wenn man vom Wiesenbecker Teiche bei Lauterberg über die Hohethür zum Ravenskopf hinübersteigt, so erblickt man den Römerstein, eine starke Klippe, deren schwarze, zackige Felsen hoch in die Lüfte ragen und den Trümmern einer verfallenen Burg täuschend ähnlich sehen. Keine andere Felspartie im Harze hebt sich so scharf und doch so düster von ihrem Hintergrunde ab; denn den Römerstein umziehen auf der dem Gebirge zugewandten Seite fast halbkreisförmig blendend weiße Alabasterfelsen.

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Prinzessin Ilse

Hoch oben am Brocken entspringt ein liebliches Harzflüsslein, die Ilse genannt. In munterem Lauf eilt sie ins Tal hinab und rauscht unweit Ilsenburg zwischen zwei mächtigen Felsen dahin, deren Granitschichten bei einer Erderschütterung voneinander getrennt zu sein scheinen. Der höchste von ihnen heißt der Ilsenstein; sein Gipfel ist durch ein eisernes Kreuz geziert, das der Graf von Stolberg – Wernigerode dem Gedächtnis der Gefallenen aus den Freiheitskriegen errichtet hat.

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Die Steinkirche

Im früheren Fürstentum Grubenhagen, unweit Herzberg, liegt das Dorf Scharzfeld. Ehedem war es eine raue, unwirtliche Gegend voll felsiger Berge, auf deren Kuppen die Götzenbilder des Krodo  und der Ostern standen.

Einst kehrte ein frommer Klausner aus fremden Landen dort ein, um die Bewohner zum christlichen Glauben zu bekehren. Aber diese sahen in ihm nur einen Lästerer ihrer Götter, wollten ihn umbringen und drangen mit tödlichen Waffen auf ihn ein.

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Wie der Harz fündig wurde

König Heinrich I. war ein eifriger Jäger. Oft kam er in die Gegend, in der jetzt Goslar liegt, denn hier hausten Bären, Hirsche, wilde Ziegen und anderes Jagtgetier in großer Zahl. In dieser Gegend wohnte auch ein armer Bauer, der hieß Gundelkarl. Bei ihm ruhte der König nach der Jagt oft aus. Dann bereitete ihm der Bauer einen Tisch, so gut er konnte, und dem König schmeckte es vortrefflich.

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