Harzer Schmalspurbahnen

Das besondere Erlebnis im Harz Hsb Logo

Der Harz, Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge, wird in seinem östlichen Teil seit den Jahren 1887 bis 1899 von einem einzigartigen Schmalspurbahn-Streckennetz durchquert. Gelegen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen erschließt das fahrplanmäßig und vorrangig mit Dampflokomotiven betriebene Netz auf einer Spurweite von 1.000 mm die zerklüftete Gebirgswelt zwischen Nordhausen, Wernigerode und Quedlinburg für den Reiseverkehr. Romantische Streckenführungen durch tiefe Harzwälder und Schluchten, über steile Berge und vorbei an ausgedehnten Wiesen bis hin zu wunderschönen Ortschaften kennzeichnen das Schienennetz, auf dem fernab von der Geschäftigkeit des modernen Reiseverkehrs eine Reise in die Vergangenheit mit dem seltenen Flair eines authentischen Dampflokbetriebes erlebt werden kann.

Das Viadukt in IlfeldDas seit 1991 von der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) betriebene und im Eigentum der Gesellschaft stehende Streckennetz umfasst die Flächen des Landkreises Harz sowie des Landkreises Nordhausen auf der Harzquer-, Brocken- und Selketalbahn. Insgesamt 260 Mitarbeiter, darunter 12 Auszubildende, haben ihren Anteil daran, dass die jährlich ca. 1,1 Mio. Reisenden im klassischen aber auch im touristischen Schienenverkehr bei der HSB ein ansprechendes Ambiente vorfinden können. Für den Reisezugverkehr stehen der HSB vorrangig 25 Dampflokomotiven zur Verfügung, wobei in der Regel 17 Dampfloks aus den 1950‘er Jahren den fahrplanmäßigen Zugbetrieb zwischen allen 48 Bahnhöfen und Haltepunkten durchführen. Von besonderer Kostbarkeit sind die historischen Dampflokomotiven. So stehen noch heute zwei Mallet-Lokomotiven aus den Jahren 1897 und 1898 vor Plan- und Sonderzügen im Einsatz.

Die Harzer Schmalspurbahnen zeichnen sich im Vergleich zu anderen „kleinen“ Bahnen durch einige Superlative aus: So haben die seit 1972 unter Denkmalschutz stehenden Schmalspurbahnen im Harz mit mehr als 140 km das längste zusammenhängende, schmalspurige Streckennetz Deutschlands, mit täglichem Dampfbetrieb vorzuweisen. Der Brockenbahnhof liegt in einer Höhe von 1.125 Metern auf dem höchsten Gipfel Norddeutschlands ist damit die höchste Station schmalspuriger Eisenbahnen in Deutschland überhaupt. Im Verlauf der drei Strecken werden nahezu 400 Brücken, Wasserdurchlässe und Überführungen sowie ein Tunnel passiert.

 

Bilder "Archiv Harzer Schmalspurbahnen"

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Neben dem regulären Reisezugverkehr bietet die HSB als eine der wichtigsten Attraktionen des Harzes auch eine breite Palette an touristischen Produkten. Zahlreiche thematische Sonderfahrten, Events wie die Rockoper „Faust auf dem Brocken, Souvernirverkäufe, Pauschalurlaubs-Angebote oder Erlebnisse rund um die Dampflok, wie z. B. Ausbildungen zum „Ehrenlokführer“, runden das breitgefächerte touristische Angebot der HSB ab. In verschiedenen Bahnhöfen verfügt die HSB für Ihre Kunden über moderne Informations- und Verkaufsbüros und hat in den Städten Wernigerode sowie Quedlinburg jeweils „Dampfläden“ in der Nähe der Marktplätze.

 

Die Brockenbahn:

Seit Juni 1992 verkehren Züge auch wieder auf den sagenumwobenen Brocken, der mit 1142 Metern höchste Gipfel Norddeutschlands. Ein schönes Stück Arbeit für die rund 700 PS starken Dampfrösser, die als reine Adhäsionsbahnen fahren, also ohne Zahnräder oder ähnliche Hilfsmittel auskommen müssen. Immerhin ist der Brockenbahnhof mit seinen 1125 Höhenmetern der höchstgelegene Bahnhof aller deutschen Schmalspurbahnen und damit ein echtes Muß für jeden Harzbesucher und Eisenbahnliebhaber. Das steilste Streckenstück bewältigt dann die Brockenbahn in ca. 50 Minuten ab Bahnhof Drei Annen Hohne und bietet den Reisenden dabei ein überwältigendes Panorama des Nationalparkes Harz. Gerade auch im Winter ist eine Bahnfahrt im schneereichen Oberharz von besonderem Reiz. Dem Reisenden bieten sich tiefverschneite Tannenwälder, schneeverwehte Hochflächen und bei klarer Bergluft am Brocken läßt sich ein phantastischer Ausblick ins weite Land genießen.

 

Die Selketalbahn:

Die Selketalbahn ist der romantischste Teil des Schmalspurnetzes und gilt längst als der Geheimtip für Naturfreunde. Die Landschaft entlang der rund 60 Kilometer zwischen Quedlinburg, Gernrode, Harzgerode, Hasselfelde und Eisfelder Talmühle ist ausgesprochen wildwüchsig und romantisch. In teilweise abenteuerlichen Trassenführungen windet sich die Bahn in engen Kurven durch eine ursprüngliche Landschaft. Rechts und links der Gleise wechseln schroffe Felsen urplötzlich mit blühenden Wiesen, malerische Teiche mit weiten, einsamen Buchen- und Eichenwäldern. Kurze Abstecher mit der Bahn nach Harzgerode oder Hasselfelde bieten dem Besucher den Charme typischer Harzorte. Erwähnenswert ist die Wendeschleife in Stiege, die kleinste Wendeschleife Europas.

 

Die Harzquerbahn:

Die Harzquerbahn überquert den Harz in seiner nord - südlichen Achse. Auf den rund 60 Streckenkilometern zwischen Wernigerode und Nordhausen führen die Gleise im munteren Wechselspiel vorbei an allen Schönheiten des Harzes. Von Wernigerode geht die Fahrt zunächst quer durch den Ort, idyllisch umrahmt von Häusern und Vorgärten. Ab Steinerne Renne folgt der lange, kraftzehrende Anstieg nach Drei Annen Hohne, einem echten Wanderparadies. Hier zweigt auch die Strecke zum Brocken ab. Die Fahrt hierher führt entlang der engen Kurven des Drängetals und durch den einzigen Tunnel aller Schmalspurbahnen in den neuen Ländern. Auf der Fahrt weiter nach Nordhausen geht es über Hochebenen bis Benneckenstein und anschließend durch tiefe, waldreiche Täler weiter nach Ilfeld, dem gebirgigen Tor des Südharzes. Die erlebnisreiche Fahrt endet letztlich am repräsentativen Empfangsgebäude Nordhausen Nord. Seit sich im Juli 1897 zum ersten Mal für einen Zug die grüne Kelle hob, wird die Strecke mit dampfbespannten Zügen befahren. Bis heute spürt man auf der rund dreistündigen Zugfahrt das Flair des vergangenen Jahrhunderts.

 

Nähere Informationen zu den Harzer Schmalspurbahnen erhalten Sie unter

Telefon 03943/ 558-0,

per Fax unter 03943/ 558 148

 oder im Internet

www.hsb-wr.de