Die Heimkehle

Eine der größten deutschen Karsthöhlen

Über Hunderttausende von Jahren haben die Wässer von Thyra, Krebsbach und Krummschlacht eine der eindrucksvollsten und größten Höhlen Deutschlands geschaffen.

 

 Über die Heimkehle

Mit 200 m Gesamtlänge gehört sie zu den großen Höhlen des Südharzer Gipskarstes. 1357 erstmals urkundlich erwähnt, wurde die Höhle unter Leitung von Theodor Wienrich touristisch erschlossen und konnte ab dem 12. September 1920 von Besuchern besichtigt werden.

 

Geschichte

AusstellungAm 12. März 1944 begann die dunkelste Stunde für die Höhle. In einem Versuch den deutlichen Ausgang des Krieges zu verhindern, hatten die Nazis die weit gestreckte Gipskarsthöhle im Südharz in die Planung zur Untertage-Verlagerung der Rüstungsindustrie einbezogen. Am Ortsrand von Rottleberode entstand das KZ-Außenlager "Heinrich", das zunächst zu Buchenwald und ab Oktober 1944 zum KZ Mittelbau Dora gehörte. Unter härtesten Bedingungen mussten 1500 Häftlinge des KZ Mittelbau Dora eine unterirdische Rüstungsfabrik aufbauen und anschließend Fahrgestellteile für das Kriegsflugzeug JU 88 produzieren.

 

Programm

Heimensee1Führungen werden etwa stündlich angeboten. Die 750 m Führungsstrecke durch die unterirdische Welt durchlaufen sie in ca. 45 Minuten. Durch die breiten Führungswege und das geringe Gefälle der Wege ist die Heimkehle auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Die Ausführungen des Führungspersonals sind informativ und alles Wissenswerte, z.B. zur Entstehung, Geschichte und Geologie, wird den Besuchern in allgemein verständlicher Weise vermittelt. Der Rundgang endet in der "Höhlenkundlichen Ausstellung", die sich den Themen Bergbau, Geologie sowie Höhlen im Südharzkarst widmet. Auch über die heimlichen Bewohner der Heimkehle - die Fledermäuse - ist hier vieles zu erfahren.

 

www.hoehle-heimkehle.de