Der Garnisonsverein Quedlinburg

Zweck bzw. Ziel ist es, die Garnisonsgeschichte der Welterbestadt Quedlinburg  und seiner Umgebung mit den hier stationierten Truppenteilen von 1698 bis 1993 aufzuarbeiten und die Tradition dieser zu pflegen (Heimat-pflege) sowie deren Geschichte und das Leben zu erforschen und darzustellen.

Der Begriff „Heimatpflege“ spielt hierbei eine nicht unerhebliche Rolle:


Hintergrund:
Der Begriff  „Heimat“  weckt bei jedem andere Assoziationen:  Heimat der Kindheit, Heimat im Alltag, Arbeits- und Wohnheimat, Geistige Heimat, durch Krieg, Verfolgung und Flucht schmerzlich verlorene Heimat, Zweite Heimat – die Bandbreite dessen, was Menschen heute als Heimat betrachten und empfinden, ist groß.
Daher beschäftigt sich ein Ausstellungsraum auch mit dem Alltäglichen -  „Quedlinburg in allen Zeiten“.

 

Bilder vom Garnisonsverein

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Wiedergespiegelt wird der Zweck, der auch in der Satzung des Garnisonsvereins festgeschrieben ist,  insbesondere durch den Aufbau einer Dauerausstellung zur Garnisonsgeschichte, welche nach den Regeln der Museumsethik und den Standards für Museen des Deutschen Museumsbundes geführt werden soll, sowie durch Vorträge zur politischen Bildung, Aufklärung und Heimatpflege.

Besonders wichtig ist es hierbei, das zusammengetragene Wissen und das „Gesammelte“ der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie dadurch für dieses Thema zu sensibilisieren.

Vorträge werden bereits in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule angeboten und durchgeführt.
Es ist weiterhin vorgesehen, Angebote für eine  Sekundarschule und für das Gymnasium vorzubereiten, um der jüngeren Generation gerade diese Zeit näher zu bringen.

Ziel ist es auch, enger mit dem Schlossmuseum der Stadt Quedlinburg zu kooperieren, um mit der Ausstellung zur Garnisonsgeschichte eine gute Ergänzung zur großen Quedlinburger Museumslandschaft zu schaffen.
Die Bemühungen gehen zur Zeit dahin, dass angestrebt wird, weitere Leihgaben zu erhalten.  

Der Verein kann sich weiter vorstellen, mit dem Gästeführerverein und der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH eine Stadtführung zu entwickeln, die speziell auf die Quedlinburger Garnisonsgeschichte zugeschnitten ist und dabei die acht Jahrhunderte Fachwerkbauweise sowie die romanischen Kirchen nicht außer Acht lässt.
Mit einer Führung durch die Ausstellungsräume des Vereins könnte das Angebot dann enden.


Die Sammlung

Die Sammlung entstand, nachdem sich die Mitglieder des Vereins nach der Gründung immer regelmäßiger trafen, ihre Interessengemeinschaft immer näher zusammenrückte und sie beschlossen, ihre gesammelten Stücke einmal der Öffentlichkeit in einer Ausstellung zu präsentieren. Das war noch in den alten Vereinsräumen in der ehemaligen Kaserne. Daraus geht hervor, dass der größte Teil der Ausstellung aus Sammlerstücken besteht, die sich im Eigentum einzelner Vereinsmitglieder befinden und dem Verein als Leihgaben überlassen wurden.

Viele Ausstellungsstücke wurden dem Garnisonsverein Quedlinburg e.V. aber auch durch Hinterbliebene und „Alte Quedlinburger“ vererbt, geschenkt oder geliehen. Auch durch eine Leihgabe der Stadt Quedlinburg (die Kürassieruniform aus dem Schlossmuseum) wird die Ausstellung aufgewertet.
Das kontinuierliche museale Sammeln gehört  natürlich zu den Bestandteilen der Vereinsarbeit, ist aber aufgrund der Größe des Vereins und der finanziellen Möglichkeiten eine der schwierigsten Aufgaben. Deshalb ist das Sammlungskonzept noch nicht schriftlich im Arbeitplan des Vereins als Anlage verankert.
Hier ist die Ausstellung  bzw. der Garnisonsverein  hauptsächlich auf das private Engagement einzelner Vereins-mitglieder oder Sponsoren angewiesen.
 
Die einzelnen Sammlungsbereiche beschäftigen sich mit einer Ausnahme („Quedlinburg in allen Zeiten“) nur mit der Garnisonsgeschichte Quedlinburgs und seiner Umgebung. Damit ist diese Ausstellung eine Ergänzung zur Quedlinburger Museumslandschaft und steht in keiner Weise als Konkurrenz da.

Die städtischen Museen geben einen Überblick über die Ur- und Frühgeschichte und die frühmittelalterliche Besiedelung.  Begriffe wie: „Königspfalz Heinrich I.“ , „Freiweltlicher Damenstift“,  der „Raubgrafenkasten“, „Auf den Spuren der Ottonen“ oder „Geschichte und Propaganda“ prägen deren Konzept.

Perspektivisch soll die Weiterentwicklung eines Ausstellungsraumes für verschiedene Sonderausstellungen vorangetrieben werden. Dieser soll möglichst 2 Mal im Jahr unter einem anderen Motto stehen. Vorgesehen sind z.B. Themen wie: „ 20 Jahre friedliche Revolution“ ;  „Zinnfigurenausstellung“ oder  „1000 alte Quedlinburger Postkarten“.

 

www.Garnisonsverein.de